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DO 12.03.15 – SA 14.03.15 – Lesung – Buchmesse Spezial

 

Frankfurter Verlagsanstalt @ süß  + salzig Leipzig
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EINTRIFF FREI

Donnerstag, 20 Uhr – Hannah Simon

Freitag, 20 Uhr – Julia Wolf und Ulla Lenze (Doppellesung)

Samstag, 20 Uhr – Nino Haratischwili

 

 

 

 

 

 

Hannah Simon, Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe
Autorin: Hannah Simon, Jahrgang 1978, studierte Literatur-­ und Sprachwissenschaften am Bodensee und in England. Anschließend arbeitete sie als Texterin in Ko?ln, Mu?nchen und Berlin, und vero?ffentlichte Kurzgeschichten in Literaturzeitungen und Anthologien. Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrer Familie im Su?den Deutschlands.

Simon_Felix_mit BuchblockBuch: Felix Parland ist erfolgreicher Architekt, der seinem Chef auch manchmal den Hintern rettet und lu?gen kann wie gedruckt, wenn es der Karriere nu?tzt. Ihm fehlt nur noch die Befo?rderung zum Projektleiter. Doch als die entscheidend na?her ru?ckt und Felix auch noch seiner Traumfrau begegnet, geschieht das Unwahrscheinliche: Mitten in seiner Glu?cksstra?hne bricht er zusammen und kommt in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Von all dem medizinischen Fachchinesisch versteht Felix nicht viel. Sicher ist nur: Er reagiert auf hochemotionale Situationen mit gefa?hrlichen Symptomen. U?bersetzt fu?r den Laien: Er hat eine u?beraus seltene Glu?cksallergie.

Felix’ perfektes Leben ist nun bedroht: Wie soll er erfolgreich im Job sein und mit seiner Hollywood-­Scho?nheit anbandeln, ohne sich u?berma?ßig zu freuen? Da ihn die Anti-­Allergika viel zu mu?de machen, um seine ta?glichen U?berstunden zu bewa?ltigen, beschließt er kurzerhand, sich selbst unglu?cklich zu machen, um seine Glu?cksanfa?lle in Schach zu halten. Und da kommt es gerade recht, dass ihm bei einem wichtigen Bauprojekt die ebenso kratzbu?rstige wie unverscha?mte Ruby als Bauherrin vor die Nase gesetzt wird, mit u?berraschenden Folgen…

FELIX oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe ist ein frecher Unterhaltungsroman, in dem nicht nur der Protagonist um sein Lebensglu?ck ka?mpft, sondern auch der Leser selbstvergessen in ein beglu?ckendes Lektu?reerlebnis abtaucht. Ein wunderbar unterhaltendes Sommerbuch.

Julia Wolf, Alles ist jetzt

JuliaWolf_Beschnitt© Franziska Rieder
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Autorin: 
Julia Wolf wurde 1980 in Groß-­-Gerau geboren. Nach dem Studium der Amerikanistik und Germanistik lebt sie als freie Autorin in Berlin. Sie erhielt verschiedene Fo?rderungen und Auszeichnungen. Julia Wolfs Theaterstu?ck Der Du wurde am Du?sseldorfer Schauspielhaus uraufgefu?hrt und als Ho?rspiel fu?r den WDR produziert. Alles ist jetzt ist ihr Romandebu?t.

 

 

 

 

 

 

Julia Wolf_Alles ist jetzt_mit BuchblockBuch: Sa?tze wie Atemzu?ge, gestoßen aus einem Ko?rper, der dem Druck nicht mehr standha?lt. Eine Sprache im Einklang mit der inneren Bewegung der Protagonistin, die an ihren Gedanken entlang gleitet, die Glasglocke abtastend, in der sie eingeschlossen ist. Eine physische Sprache, die sich am ko?rperlichen Empfinden der Heldin orientiert, an ihrer Taubheit, an ihrer Entfremdung von ihr selbst.

Julia Wolf erza?hlt mit außerordentlicher stilistischer Begabung von einer jungen Frau, die sich Ihren Da?monen stellt. Ein Debu?troman von erschu?tternder Eindringlichkeit.

Vor vielen Jahren, als Ingrid die Welt nicht mehr aushielt, nahm sie ihre Sachen und verschwand. Raus aus dem kleinen, erdru?ckenden Vorort und dem Haus mit ihrer kranken Mutter, weg von dem Gedanken an Moritz, der nicht zu ihr stand. Doch jetzt ist sie schon Jahre in der Großstadt, und die Luft wird immer du?nner. Ihr Bruder vertickt Drogen und Ihre Kollegin in der Live-­Sex-­Bar liefert sie ans Messer. Als alle sie verraten haben, wird ihr klar: Wohin sie auch geht, ihre Erinnerungen nimmt sie mit. Und die U?berzeugung, nichts wert zu sein. Um das zum Verschwinden zu bringen, muss Ingrid endlich handeln. Am Silvesterabend fliegt sie nach New York …

Ulla Lenze, Die endlose Stadt

Ulla Lenze Beschnitt © Julien Menand
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Autorin: 
Ulla Lenze, 1973 in Mo?nchengladbach geboren, studierte Musik und Philosophie in Ko?ln. Fu?r ihren Debu?troman Schwester und Bruder (2003) erhielt sie den Ernst-­Willner-Preis beim Bachmann-­Wettbewerb in Klagenfurt, den Ju?rgen Ponto Preis fu?r das beste Romandebu?t und das Rolf-­Dieter Brinkmann-­Stipendium der Stadt Ko?ln. Zuletzt erschien ihr Roman Der kleine Rest des Todes (FVA 2012). Ulla Lenze war Gast am Atelier Galata in Istanbul und verbrachte neun Monate als Writer-­in-­Residence in Mumbai auf Einladung des Goethe-­Instituts und der Kunststiftung NRW. Ulla Lenze lebt in Berlin. www.schreibatelier-­ulla-lenze.de

 

 

Lenze_Die endlose Stadt_mmit BuchblockBuch: Holle ist Ku?nstlerin, sie fotografiert Sta?dte. Ein Stipendium fu?hrt sie nach Istanbul, einer schmerzhaft scho?nen Stadt, wo sie eine Affa?re mit dem Tu?rken Celal beginnt. Existenziell wird fu?r Holle dort die Begegnung mit Christoph Wanka. Der reiche Gescha?ftsmann repra?sentiert alles, was Holle ablehnt, und doch kann sie sich nicht von ihm lo?sen, schwankt sta?ndig zwischen Anziehung und Abstoßung. Als Holle schließlich einwilligt, dass Wanka ihr eine Reise nach Mumbai finanziert, beginnt ein Kra?ftemessen, das sie zwingt, ihren eigenen Lebensentwurf zu hinterfragen.

Hals u?ber Kopf verla?sst Holle Mumbai. Theresa bezieht Holles verlassene Wohnung. Die deutsche Journalistin kennt die kontrastreiche Metropole, in der das U?berleben fu?r viele Menschen nur am Zufall ha?ngt. Und sie trifft auf Christoph Wanka. Wa?hrend Theresa in Mumbai nach und nach in eine Stellvertreterrolle gleitet, die weiter reicht, als es in ihrer Absicht liegen ko?nnte, mo?chte Holle im labyrinthischen Ko?rper Istanbuls am liebsten verloren gehen und entdecken, wie sich all das neu zusammensetzt, was sie ihr Leben nennt. Als die Demonstrationen im Gezi-­Park die Strukturen der Stadt selbst zum Bro?ckeln bringen, scheint die Gelegenheit gu?nstig …

Im neuen großen Roman von Ulla Lenze begeben sich zwei Frauen auf Spurensuche in der abenteuerlichen Fremdheit zweier ferner Sta?dte, Istanbul und Mumbai. Die endlose Stadt ist ein Roman voller wunderbarer Spiegelungen und geheimer Verflechtungen. Eine schwebend leichte Konstruktion, in der Zeiten, Orte und Identita?ten ineinander tauchen, ein vielschichtiges Kunstwerk von großer Scho?nheit.

Nino Haratischwili, Das achte Leben (Für Brilka)

_Haratischwili_klein© Danny Merz_ Sollsuchstelle__
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Autorin: 
Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi, ist preisgekro?nte Theaterautorin und -­regisseurin (mit bislang 17 Urauffu?hrungen, u.a. am Thalia-­Theater). 2010 wurde ihr der Adelbert-­von-­Chamisso-­Fo?rderpreis verliehen. Ihr Romandebu?t Juja (2010) war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises sowie auf der Shortlist des ZDF-­aspekte-­Literaturpreises und gewann 2011 den Debu?tpreis des Buddenbrookhauses Lu?beck. Im selben Jahr wurde sie fu?r ihren zweiten Roman Mein sanfter Zwilling (2011) mit dem Preis der Hotlist der unabha?ngigen Verlage ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Einakter Die zweite Frau in der Anthologie Techno der Jaguare – Neue Erza?hlerinnen aus Georgien (FVA 2013). Fu?r ihren neuen Roman  Das achte Leben (Fu?r Brilka) erhielt sie ein Grenzga?nger-­Stipendium der Robert-­Bosch-­Stiftung fu?r Recherchen in Russland und Georgien. Die Autorin lebt in Hamburg.

 

 

U1 Haratischwili mit Buch
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Buch: 
Georgien, 1900: Mit der Geburt Stasias, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, beginnt dieses berauschende Epos u?ber sechs Generationen. Stasia wa?chst in der wohlhabenden Oberschicht auf und heiratet jung den Weißgardisten Simon Jaschi, der am Vorabend der Oktoberrevolution nach Petrograd versetzt wird, weit weg von seiner Frau. Als Stalin an die Macht kommt, sucht Stasia mit ihren beiden Kindern Kitty und Kostja in Tbilissi Schutz bei ihrer Schwester Christine, die bekannt ist fu?r ihre atemraubende Scho?nheit. Doch als der Geheimdienstler Lawrenti Beria auf sie aufmerksam wird, hat das fatale Folgen …

Deutschland, 2006: Nach dem Fall der Mauer und der Auflo?sung der UdSSR herrscht in Georgien Bu?rgerkrieg. Niza, Stasias hochintelligente Urenkelin, hat mit ihrer Familie gebrochen und ist nach Berlin ausgewandert. Als ihre zwo?lfja?hrige Nichte Brilka nach einer Reise in den Westen nicht mehr nach Tbilissi zuru?ckkehren mo?chte, spu?rt Niza sie auf. Ihr wird sie die ganze Geschichte erza?hlen: von Stasia, die still den Zeiten trotzt, von Christine, die fu?r ihre Scho?nheit einen hohen Preis zahlt, von Kitty, der alles genommen wird und die doch in London eine Stimme findet, von Kostja, der den Verlockungen der Macht verfa?llt und die Geschicke seiner Familie lenkt, von Kostjas rebellischer Tochter Elene und ihren To?chtern Daria und Niza und von der Heißen Schokolade nach der Geheimrezeptur des Schokoladenfabrikanten, die fu?r sechs Generationen Rettung und Unglu?ck zugleich bereitha?lt.

Das achte Leben (Fu?r Brilka) ist ein epochales Werk der auf Deutsch schreibenden, aus Georgien stammenden Autorin Nino Haratischwili. Ein Epos mit klassischer Wucht und großer Welthaltigkeit, ein mitreißender Familienroman, der mit hoher Emotionalita?t u?ber die Spanne des 20. Jahrhunderts bildhaft und eindringlich, dabei za?rtlich und fantasievoll acht außergewo?hnliche Schicksale in die georgisch-­russischen Kriegs-­und Revolutionswirren einbindet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hannah Simon © Julia Werner